Ich bin ein Ich

»Wer ein König ist und nicht weiß, daß er ein König ist, ist kein König.«

                                                        Meister Eckhard (um 1260–1328)

 

 

Erlebnis-Anordnung: Ich bin ein ICH

In den beiden Bewußtseins-Übergängen von Einschlafen und Aufwachen kannst Du Dir zum Erleben bringen, ein reines Ich ohne »irdische Verwicklungen« zu sein.  In dieser Situation bist Du nicht mehr, bzw. noch nicht mit Deinem alltäglichen Leben verbunden.  Die Alltags-Identifikationen mit dem eigenen Körper, Gesundheit oder Krankheit, Familie, Beruf usw. sind nicht aktiv.  Trotzdem erlebst Du Dich als Ich, aber viel freier, weiter und entspannter als im Alltag.

 

Dieses Erleben kannst Du zum Ausgangspunkt nehmen, um es zu einem reinen und wachen Ich-Gefühl zu steigern.  Im Körper und in der Aura gibt es Resonanzorte, die dieses Erleben verstärken, wenn Du Dich auf sie konzentrierst. Verfügst Du schon über ein starkes Ich-Gefühl, dann benutzt Du sie bereits, wahrscheinlich aber eher unbewußt.  Die bewußte Pflege dieser »Gebiete« kann Dein gesundes Ich-Gefühl stärken und Dich im Laufe der Zeit wie als Nebeneffekt von manchen Verwicklungen des Alltags entbinden.

 

Als Luther sein Tun vor der Kirche verantworten sollte, tat er den berühmten Ausspruch: »Hier stehe ich und kann nicht anders«.  »Ich bin ein ICH« ist dasjenige in uns, das gegen alle Widerstände den Mut hat zu tun, wovon es im tiefsten Innern überzeugt ist.

 

Durch die Meisterwerke in den Museen der Welt kannst Du Dir selbst zum Erleben bringen, daß seit Urzeiten tiefe Kenntnisse über das Wesen des Menschen und sein Ich vorhanden sind.  Solche Werke konnten nur von Künstlern erschaffen werden, die selbst über entsprechende innere Erfahrungen verfügten.  

 

Durch »Erlebnis-Anordnungen im Ich-Gespräch«, wie sie auf »Aura-Atelier« dargestellt werden, kannst Du Dir solche Erkenntnisse lebendig erschließen.  Zunächst kannst Du sie hier an ausgewählten Beispielen exemplarisch üben.  Danach besuchst Du am besten ein Museum in Deiner Nähe oder auf einer Deiner nächsten Reisen und machst Deine eigenen Entdeckungen.

 


Ich-Fokus

Erlebnis-Anordnung: Ich-Fokus

Frage: Wie ändert sich mein Ich-Gefühl, wenn ich mich derart im Thymus-Bereich konzentriere?

 

Tauche zunächst einfach in eins der Bilder ein. Dann stelle oder setze Dich aufrecht hin, am besten so wie gezeigt. Konzentriere Dich auf Dich selbst. Finde in Dir die Mitte zwischen Himmel und Erde. Dann konzentriere Dich auf Dein Thymus-Gebiet und verdichte dort die Energie, aber auf feine Weise. Atme entspannt ein und aus.  Halte Deinen Kopf gerade, spüre die Würde der Krone auf Deinem Haupt, beziehe Dein Kinn auf das Thymus-Chakra. Verweile in der Erfahrung und beobachte sie denkend. Finde konkrete Worte dafür, die Dir helfen, die Erfahrung bewußt wieder herbeizuführen, wenn Du sie brauchst.

 

Antworten im Ich-Gespräch: Ich verdichte mein ganzes Wesen; ich komme stärker zu mir selbst; ich fühle mich als Person stärker und gleichzeitig verbundener mit meinem Höheren ICH, mit allem was ist; der Alltag mit seinen Problemen entfernt sich  …

 

Selbstreflexion: »Ist das eine Erfahrung, die ich ab jetzt gerne in mein Leben integrieren möchte?«  Wenn JA, nutze Gelegenheiten im Alltag, wo Du diese innere Geste anwenden kannst.  Kehre von Zeit zu Zeit zu den Bildern zurück, um Neues zu erkennen, das Du bis jetzt nicht entdeckt hast.

 


 

Ich-Achse und Ich-Säule

Hierunter siehst Du ein Arbeitsblatt, in dem ich mit Gelb die Ich-Säule und Ich-Achse sichtbar gemacht habe. Schaue Dir dieses zunächst an, um die Idee zu verstehen. Wähle für Deine Erlebnis-Anordnung aber eines der Bilder ohne die Hineinzeichnung, um in innerer Seelentätigkeit die Ich-Säule und Ich-Achse im denkenden Erleben selbst hervorzubringen.  Jede der Figuren steht in einer Ich-Säule und hat eine Ich-Achse; die Beispiele sind exemplarisch zu verstehen. 

 

 

Erlebnis-Anordnung: Ich-Achse

Frage: Wie ändert sich mein Ich-Gefühl, wenn ich mich in meiner Ich-Achse ausrichte?

 

Die Ich-Achse verläuft in der Mitte Deiner Gestalt.  Sie kommt von oben aus dem »Himmel«, liegt in der Achse des Denkens und kann Dich kräftig mit der Erde verbinden.  Wie kräftig liegt in jedem von uns selbst. Der Ausspruch »Da hat eine Erkenntnis wie der Blitz eingeschlagen« zeigt wie stark es sein kann. Probiere verschiedene Stärken aus. Nimm vielleicht sogar einen Besenstiel zu Hilfe, schlage ihn kräftig auf und sage dazu: »Ich bin ein Ich«, um Dich innerlich zu stärken.   Dabei machst Du vielleicht die Erfahrung, daß es Mut kostet, es kräftig zu sagen, bringe ihn auf.  Verweile in der Erfahrung und beobachte sie denkend.

 

Antworten im Ich-Gespräch: Ich bin ein ICH; ich bin die natürliche Selbstbehauptung; ich bin höchstkonzentriert; ich bin sowohl bei mir als in der Welt; ich verwirkliche, was ich denke … 

 

Selbstreflexion: »Ist das eine Erfahrung, die ich ab jetzt gerne in mein Leben integrieren möchte?«  Wenn JA, nutze Gelegenheiten im Alltag, wo Du diese innere Geste anwenden kannst. 

 

 

Erlebnis-Anordnung: Ich-Säule

Frage: Wie ändert sich mein Ich-Gefühl, wenn ich in einer Ich-Säule in Lichtform ausgerichtet stehe?

 

Stelle Dich so hin wie eine der Figuren, ahme die Gesten annähernd nach. Konzentriere Dich auf Dich selbst. Fühle Dich gänzlich umhüllt von einer Lichtsäule, die Dich gleichzeitig durchdringt. Atme entspannt ein und aus. Verweile in der Erfahrung und beobachte sie denkend.

 

Antworten im Ich-Gespräch: Ich bin geborgen in allem was ist, in mir; ich spüre, daß ich ein geistiges Wesen bin; ich fühle mich erhaben, würdig, leuchtend, von innen sicher …

 

Selbstreflexion: »Ist das eine Erfahrung, die ich ab jetzt gerne in mein Leben integrieren möchte?«  Wenn JA, suche Gelegenheiten im Alltag, wo Du diese innere Geste anwenden kannst.